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Rezension

The Bronze Horseman

Paullina Simons

3 Sterne

Deutscher Titel: Die Liebenden von Leningrad
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2000
Verlag: William Morrow Paperbacks
Seitenanzahl: 832
Preis: 12,30 bei Amazon
ISBN 10: 006185414X
ISBN 13: 978-0061854149
ASIN: B000FC10Y8

Inhalt

The golden skies, the translucent twilight, the white nights, all hold the promise of youth, of love, of eternal renewal. The war has not yet touched this city of fallen grandeur, or the lives of two sisters, Tatiana and Dasha Metanova, who share a single room in a cramped apartment with their brother and parents. Their world is turned upside down when Hitler’s armies attack Russia and begin their unstoppable blitz to Leningrad.

Yet there is light in the darkness. Tatiana meets Alexander, a brave young officer in the Red Army. Strong and self-confident, yet guarding a mysterious and troubled past, he is drawn to Tatiana—and she to him. Starvation, desperation, and fear soon grip their city during the terrible winter of the merciless German siege. Tatiana and Alexander’s impossible love threatens to tear the Metanova family apart and expose the dangerous secret Alexander so carefully protects—a secret as devastating as the war itself—as the lovers are swept up in the brutal tides that will change the world and their lives forever.

Meinung

Ich habe The Bronze Horseman begonnen und war sofort verliebt.
Das Buch spielt in der Sowjetunion und der zweite Weltkrieg hat gerade begonnen. Tatiana lebt mit ihrer älteren Schwester, ihrem Zwillingsbruder, ihren Eltern und ihren Großeltern in einer kleinen Wohnung mit zwei Zimmern. Sie steht kurz vor ihrem 17. Lebensjahr und macht sich noch relativ wenig Sorgen um den Krieg.

Tatjana ging mir am Anfang etwas auf den Geist. Sie war zwar erst knapp 17, doch selbst für das Alter kam sie ziemlich kindlich und naiv rüber. Ich meine, der Krieg hat gerade angefangen, es ist ja nicht so, als würden da Millionen von Menschen sterben und als wüsste sie nicht, dass so etwas schon im ersten Weltkrieg passiert ist. Während also alle um sie herum nervös sind, ihr Zwillingsbruder in ein Camp geschickt wird, wo er sicher sein soll, da chillt sie sozusagen ihr Leben. Eines Tages wird sie schließlich von ihrem Vater dazu beauftragt, Vorräte zu kaufen. Bevor sie diesen Auftrag allerdings ausführt, genießt sie erstmal das Alleinsein in der Wohnung und macht sich erst nach ein paar Stunden auf den Weg, nur um festzustellen, dass viele Läden schon geschlossen haben, oder hunderte von Menschen davor stehen, was ihr zu viel ist. Zwischendurch wird sie auch noch von einem beschissenen Eiscreme-Stand abgelenkt und anstatt mal Vorräte kaufen zu gehen, genießt sie erstmal genüsslich ein Eis. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir nur: Wie doof kann man eigentlich sein? Doch zum Glück macht Tatiana eine Änderung durch und der Krieg zwingt sie sozusagen, endlich erwachsen zu werden.

Während sie oben erwähntes Eis genießt läuft ihr dann Alexander über den Weg und es ist sofort um beide geschehen. Alexander ist Soldat und scheint sie an dem Tag nicht mehr aus den Augen zu lassen. Er hilft ihr beim Einkaufen und als sie ihn zu ihrer Familie nach Hause einlädt, erwartet ihn dort eine böse Überraschung, denn es stellte sich heraus, dass Alexander genau der Mann ist, über den Tatianas große Schwester schon seit Tagen verliebt schwärmt. Von da an wird die Beziehung zwischen Tatiana und Alexander viel zu kompliziert, um sie hier zu erklären und wirklich, ich war ziemlich oft kurz davor, das Buch gegen eine Wand zu schmeißen, weil es einfach nur so frustrierend war.

Ich fand die Sichtweise des Krieges von Seiten der Sowjetunion auf jeden Fall interessant. Die Nazis stürmen das Land und es stellt sich bald heraus, dass Tatiana und ihre Familie selbst in Leningrad nicht sicher sein werden. Während der Barriere im Winter kämpften die Menschen um ihr Leben, das Essen wird knapp, alle sind am Hungern und immer mehr fallen einfach so tot auf der Straße um. Diese Zeit fand ich schon richtig krass beschrieben und es ist fast grausam zu sagen, dass mir dieser Teil am Buch fast am besten gefiel, da es ja wirklich so passiert ist. Doch ich fand es einfach ziemlich beängstigend und konnte einfach nicht verstehen, warum irgendein Mensch Krieg führen will? Was ist daran so toll?

Ich habe das Buch also förmlich verschlungen, von Mittag bis Abends saß ich da und hab gelesen. Irgendwann kam allerdings der Punkt, an dem mich die Geschichte nervte. Zwischen Tatiana und Alexander gab es ein ewiges hin und her, ich hab mir nur noch gewünscht, dass die beiden endlich mal mit der Wahrheit rausrücken. Dann kam auch noch eine Stelle, bei der eigentlich alles voller Glück sein sollte und ich mich schon so gefreut habe, aber nein, man muss wieder alles verkomplizieren und unnötig streiten und aaaargh, ich hätte das Buch so gerne weg geschmissen. Es hat sich einfach so viel wiederholt und manchmal schien einfach gar nichts zu passieren, immer nur das gleiche. Ihr könnt euch auch gar nicht vorstellen, wie gelangweilt ich irgendwann von Sexszenen war.
Ich fand es ehrlich gesagt auch schade, dass man irgendwie nicht viel von Alexanders Aufgaben mitbekommen hat. Schließlich hatte er eine hohe Position in der Armee und trotzdem bekam man da nicht so viel mit. Er schien eher Tag und Nacht an seine Tatiana zu denken.

Da lese ich also dieses Buch weiter, das Ende wird sogar mal wieder spannend, und habe es tatsächlich geschafft, alle 800 Seiten durchzulesen, nur um dann zu erfahren, dass das eine Trilogie ist. Momentan bin ich wirklich hin und her gerissen, ob ich mir den zweiten Band auch noch kaufen soll, obwohl ich schon gerne wissen würde, wie es ausgeht.

Fazit

Ich weiß auch nicht, das Buch hat irgendeine Hassliebe bei mir hervorgerufen, anders kann man es nicht beschreiben. Einerseits liebe ich diese Liebesgeschichte und das Buch hat so viele tolle Seiten, doch andererseits hat es mich auch an so vielen Stellen frustriert und richtig genervt und ich denke, dass dem Buch ein paar Seiten weniger auch nicht geschadet hätten. Ich mochte den Einblick in den zweiten Weltkrieg und merke auch, wie ich mich immer mehr für sowas interessiere. Man kennt zwar die Geschichte von Deutschland in dieser Zeit ziemlich gut, doch wie es in den anderen Ländern so zuging war mir nicht so bewusst. Mal schauen, ob ich mir den zweiten Teil auch noch zulegen werde. Ich gebe zu, es juckt mir schon in den Fingern.

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